Gedanken aus die Zeit der Somerfaulheit

Veröffentlicht am 26. Juli 2008

In letzter Zeit kam ich leider nicht viel zum Schreiben bzw. es fehlte mir zwecks Sommerfaulheit an der Motivation. Aber es gibt rückblickend noch ein paar Sachen, die ich gerne noch anbringen möchte, daher hole ich das nun nach.

Zum Beispiel zum Verhältnis zwischen SPÖ und ÖGB: Ich halte es für ausgesprochen problematisch, dass die SPÖ die aus meiner Sicht nötige Entflechtung vom ÖGB nun wieder rückgängig gemacht hat. Es gibt mehrere Gründe, warum diese wichtig war, die ich in einem früheren Komment@r für derStandard.at dargelegt habe und die ich an dieser Stelle noch einmal bekräftigen möchte.

Dass die SPÖ die damalige Distanzierung nun mit wahltaktischen Erwägungen begründet und diese Entscheidung nun wieder revidiert, weil es aus wahltaktischen Gründen wieder passt, ist natürlich verständlich. Immerhin braucht die SPÖ die Mobilisierung der Gewerkschaft sehr dringend. Unverständlich aber ist, dass sich die Gewerkschaft so von der Gnade der SPÖ abhängig macht. Nach dem Motto: Alles verziehen, wenn ihr uns nur wieder in Euren Schoß aufnehmt.

Ein weiteres Thema, das mich beschäftigt hat, war der Rücktritt von Gaby Schaunig als Chefin der SPÖ-Kärnten – und vor allem die aus meiner Sicht sehr verhaltene Reaktion der neuen Parteispitze. Ein Armutszeugnis, denn über die politische Unkultur, mit der Schaunig in Kärnten konfrontiert war, hätte man auch schon vorher nachdenken und der Kärntner Parteichefin deutlich mehr Rückhalt geben können.

Dann war da ja noch die Tiroler Landtagswahl und das desaströse Ergebnis von ÖVP und SPÖ – und der Erfolg des selbst ernannten Rebellen Fritz Dinkhauser. Erst schien es ja so, als hätte die Tiroler ÖVP gar nichts gelernt und würde erneut Herwig Van Staa zum Landeshauptmann machen. Ganz so kam es zwar nicht, aber die zwischen den beiden Verlierern zeigt dennoch, wie wenig beide aus diesem Ergebnis gelernt haben.

Schließlich und endlich war da ja noch der Bruch der Koalition – wobei das eher ein Grund zum Aufatmen war. Wobei leider nur für kurze Zeit, denn der Wahlkampf hat bereits genügend Tiefpunkte geliefert, noch bevor er überhaupt offiziell begonnen hat. Aber damit bin ich schon wieder in der Gegenwart 😉 .


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