Okt 08
Was wäre Arbeiten in einer NGO ohne HeldInnen? Und was wäre es, ohne dass Dinge zustande kommen, die man so nicht für möglich gehalten hätte? Dazu zählt nicht nur das Fest, für das der Countdown unerbittlich läuft. Dazu zählt auch, dass derzeit in Wien City Lights-Plakate von ZARA hängen. Das Motto: “Rassismus grenzt aus – Zivilcourage verbindet”.
Es begann damit, dass sich ein Lehrer der Graphischen vor Monaten bei uns vorgestellt hat. Er wolle mit Schülern bei einem Plakatwettbewerb der Papierfirma Sappi antreten, bei dem Kampagnen zu Gunsten von NGOs eingereicht werden – und er und ein Kollege wollten es für ZARA machen. Und es endete damit, dass zwei Schüler tatsächlich jeweils den 2. Platz belegt und ZARA damit eine Spende von 2.000 Euro beschert haben.

Ja, und nun hängt eine der beiden Kampagnen in Wien, leider wäre die zweite nicht finanzierbar gewesen. Es ist nicht nur sehr, sehr schade um diese zweite Kampagne, es ist auch schade um die vielen anderen Arbeiten, die wir auch eingereicht haben und die nicht gewonnen haben. Denn was die SchülerInnen da entworfen haben, war phantastisch! Hut ab und Dankesehr an alle!
Mehr: www.zara.or.at
Okt 05
Es ist schon eine zeitlang her, als mir meine Berliner Freundin das “Neon” mit den Worten in die Hand drückte: “Ich glaube, dass dir das gefallen wird.” Sie hatte recht! Leider habe ich es mir bislang nicht allzu oft “geleistet”, aber jedes Mal, wenn ich mir dieses Magazin gekauft habe, war ich schwer begeistert!
So auch diesen Monat: Axel Prahl im Interview darüber, “wann und warum ihm die Ohren wegflogen”, ein Nachruf auf den Flashmob, jede Menge unnützes Wissen (zB nicht uninteressant für mich als Quietschkratz-Mama: “Je tiefer Katzen, desto höher die Überlebenschance.” Warum? -> Neon kaufen!
), ein Artikel über eine junge Grüne, bei der man sich fragt, was nur aus den 68ern geworden ist, ein Interview mit einem Wal-Retter, ein Artikel über die Liebe auf den ersten Blick, Julia Franck im Interview übers Putzen und Schreiben – weiter bin ich noch nicht gekommen, aber ich freu mich schon!
Was mir außerdem gut gefällt: Die unkonventionelle Ressort-Einteilung, dass ich mich bei manchen Artikeln frage, ob sie wirklich Artikel und nicht vielmehr Nacherzählungen sind, aber egal, denn sie sind meistens trotzdem lesenswert – und dass das Neon einfach immer für Überraschungen gut ist. In diesem Sinne sage ich mit der von mir sehr vermissten Elke Heidenreich: Lesen!
PS: Ein Bobo-Magazin? So what!