Was ist nur los?

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Im Gewinn war kürzlich im Zusammenhang mit der Finanzkrise von zehn kleinen Negerlein die Rede, nun wurde in der Auslage von Augarten Porzellan ein Mohren-Service gesichtet, über dem der Werbeslogan des US-Präsidenten Barack Obama “Yes, we can” prangte. Was ist da nur los, dass sich die Leute, die für diese Dinge verantwortlich sind, nicht im mindesten dessen bewusst sind, dass das dumm, geschmacklos und völlig unpassend ist?

La Courneuve: Jenseits von Frankreich

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Kürzlich habe ich eine großartige Dokumentation über die Pariser Banlieue und die dortigen Verhältnisse gesehen: “Jenseits von Frankreich” von Susanne Freitag. Es ist einer der besten Berichte, die ich darüber bislang gesehen habe, weil er die verschiedenen Facetten des Lebens in diesen berüchtigten Gegenden zeigt. Wirklich sehr sehenswert!!!

Maßregelung an die falsche Adresse

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Mit ihrem Austritt aus der evangelischen Kirche hat Gertraud Knoll die einzig richtige Konsequenz aus dem Hirtenbrief gezogen, in dem der Kärntner Superintendent Manfred Sauer Jörg Haider würdigte. Die Reaktion von Bischof Michael Bünker bestätigt sie leider. Statt sie maßzuregeln sollte Bünker lieber klar zu diesem völlig verfehlten Hirtenbrief Position beziehen – ebenso wie dazu, dass das BZÖ weiterhin an der “Sonderanstalt” für AsylwerberInnen auf der Saualpe festhält.

PS: Michael Frank merkte in der Süddeutschen Zeitung ganz richtig an: “Auch der katholische Klerus fand übrigens kein kritisches Wort für den Mann, der Asylanten verfolgen und in einsame Bergnester sperren ließ und den Hass auf Fremdes und Fremde pflegte.”

Unerträglich schreiende Ruhe

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Die ganze Aufregung um den geplanten Auftritt von Grissemann und Stermann gipfelte nun also in einen Anschlagsversuch auf ihren Manager. Man könnte erwarten, dass verantwortliche Politiker spätestens da innehalten und zur Raison rufen. Aber nein, Haider-Nachfolger Gerhard Dörfler erging sich in verharmlosenden Worten: Krassnitzer habe “vielleicht die Winterrreifen schlecht gewechselt”.

Wie Florian Klenk im aktuellen Falter richtig anmerkte: “Hätte er den Anschlag auf sein Auto nicht auf der Autobahn bemerkt (seine Reifen klapperten bereits), wären er und vielleicht andere womöglich ums Leben gekommen.”

Es ist schon unerträglich genug, wie hier ganz Kärnten vom BZÖ in Geiselhaft genommen wird, indem es die Parodie auf einen eigenen, mehr als peinlich agierenden Vertreter namens Stefan Petzner und die mehr als irrationale Hysterie um den Tod Jörg Haiders als “Herabwürdigung Kärntens” bezeichnet.

Viel unerträglicher aber ist die schreiende Ruhe angesichts dieser dramatischen Zuspitzung der Ereignisse. Denn was muss eigentlich passieren, damit sich in Österreich jemand traut, der Trauer- und Empörungs-Hegemonie des BZÖ etwas entgegen zu setzen? Wie Karl Fluch im STANDARD ganz richtig meinte: “Dass sich (…) ausgerechnet das Kabarett als Enklave der Vernunft erwies, könnte einen durchaus mit etwas Weltekel oder wenigstens Nihilismus erfüllen.”

Hut ab, Mr. McCain!

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Die Kampagne von John McCain gegen seinen demokratischen Konkurrenten Barack Obama war an Tiefe ja kaum noch zu überbieten. Doch als der Republikaner seine Niederlage eingestand, zeigte er Größe:

“Tonight, more than any night, I hold in my heart nothing but love for this country and for all its citizens, whether they supported me or Senator Obama, I wish Godspeed to the man who was my former opponent and will be my president.”

Hut ab, Mr. McCain!

Endlich wieder Freude mit der Politik

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Es ist passiert: Barack Obama wurde zum US-Präsidenten gewählt – und zwar wie! In fast allen WählerInnenschichten konnte er zulegen, junge WählerInnen stimmten für ihn, die Hautfarbe spielte keine bedeutende Rolle, ja, er hat selbst in den weißen WählerInnenschichten zugelegt.

Nach vielen Jahren mit wenigen Wahlen, bei denen ich Grund zur Freude fand, war es nun endlich wieder so weit. Klar, es liegen riesige Herausforderungen vor ihm, die sicherlich seine große Strahlkraft bald ein wenig trüben werden. Ja, ich neige dazu skeptisch zu sein, wenn ein Mensch Massen so begeistert. Aber es tut einfach gut, wieder einmal Freude mit der Politik zu haben!

Was mich am meisten freut ist, dass jemand einen großen Wahlsieg errungen hat, der vor allem junge WählerInnen so stark angesprochen hat, die hierzulande leider gerne vergessen werden – mit Ausnahme der ganz rechten Parteien.