Ein kleiner Einwurf, weil seit gestern so viele Leute bemüht sind, den Wahlerfolg der Rechtspopulisten runterzuspielen: In der Wahltagsbefragung, die im Laufe des gestrigen Abends präsentiert wurde, gaben 70 Prozent der FPÖ-WählerInnen an, Zuwanderung sei ihr wichtigstes Wahlmotiv gewesen. Wogegen protestieren diese Menschen? Dagegen, dass die Gesetze ohnehin seit Schwarz-Blau/Orange mit roter Hilfe ohnehin bereits massiv verschärft wurden?
Ich habe also leider Recht behalten mit meiner Befürchtung, ja leider wurde sie gar übertroffen: Das Dritte Lager ist wieder einmal zweitstärkste Kraft in Österreich geworden, ja sie kamen gar auf knapp 29 Prozent!!!
Natürlich trifft es zu, dass viele WählerInnen diesen beiden Parteien ihre Stimme aus Protest gegeben haben. Trotzdem kann man diesen WählerInnen die Frage nicht ersparen, ob ihnen dafür jedes Mittel recht ist, also auch eine radikale AusländerInnenpolitik? Denn auch wenn die Große Koalition inklusive dem angeblich ach so neuen SPÖ-Kandidaten Werner Faymann das Ihre dazu beigetragen hat, den Frust über die Regierung ins Unermessliche zu steigern, so kann man nicht darüber hinwegsehen, für welche Politik diese beiden Parteien stehen.
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Heute sind also Nationalratswahlen – und ich muss gestehen, ich habe mich nicht nur wegen meines Zypern- und München-Aufenthalts so zurückhaltend gegeben bei diesem Thema. Wenn man mal wieder internationale Luft geschnappt hat, wird einem die Luft hier in Österreich sehr schnell wieder zu dünn – vor allem, wenn man sich die guten Umfragewerte des Dritten Lagers ansieht.
In den Umfragen liegen die beiden Parteien zwischen 25 und 27 Prozent! Das würde bedeuten, dass das Dritte Lager wieder fast an jenem Punkt angelangt, von dem an es ab 2000 abwärts ging. Ich will gar nicht darüber nachdenken, dass die WählerInnen dieser Parteien in Umfragen normalerweise nicht gerne angeben, wen sie wählen, denn wenn das auch dieses Mal zutrifft, dann könnte ein noch viel höheres Ergebnis für die beiden Parteien ins Haus stehen…
Wen ich wähle? Also, das fällt ja wohl unter´s Wahlgeheimnis
! Zum Abschluss noch eine dringende Bitte, auch wenn man noch so frustriert sein kann angesichts dieses Wahlkampfs: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, denn wer nicht wählen geht, überlässt anderen die Entscheidung!
Bei der Gelegenheit musste ich wieder an ein Video denken, das eine frühere derStandard.at-Kollegin mir mal zugeschickt hat und in dem das SZ-Magazin sich vorgestellt hat. In so einem Umfeld zu arbeiten, hach wie schön das sein muss…
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Das war vielleicht aufregend, diese Preisverleihung des CNN Journalist Award! Leider hat es bei mir nicht gereicht – und ich müsste lügen, wenn ich nicht gestehen würde, dass ich mir natürlich ein bisschen Hoffnungen gemacht habe und auch ein wenig enttäuscht war.
Allerdings ist es für mich nach wie vor der absolute Wahnsinn, dass ich diese Nominierung überhaupt geschafft habe – noch viel mehr, je mehr mir bewusst wurde, mit was für tollen Leuten ich da in einem Bunde war.
Eine Riesen-Gratulation an Barbara Lüthi, der Gesamt-Siegerin, an die Kategorie-GewinnerInnen und an meine KollegInnen, die es auch “nur” zur Nominierung geschafft haben. Die Beiträge kann man hier nachlesen/-sehen/-hören – es zahlt sich wirklich aus! Weitere Berichte und Bilder von der Verleihung gibt´s bei meinen Konkurrenten vom Gipfelblog.
Es war mir eine große Ehre, hier dabei zu sein, und es ist eine Riesen-Motivation für mich, den Journalismus auf keinen Fall aufzugeben. Dazu hat es mir auch viel zu viel Spaß gemacht, auf Zypern wieder als Schurnallje unterwegs zu sein – einen Beitrag gibt´s bereits zu lesen. Mehr dazu in Bälde.
Sie ist einfach ein süßes Mäuschen…



Noch ein paar Bilder von meinem sonntäglichen Spaziergang in Berlin:



Eine super Idee, wie ich finde: Tatortschauen im Beisl. Wozu sollte man die schönen Flachbildschirme nach der EM auch verrotten lassen
. Leider hab ich hier in Wien sowas noch nicht gefunden, aber das wird vielleicht noch, früher oder später – meistens eher später – kommen die Dinge aus Deutschland ohnehin nach Österreich…


Kaum aus Zypern wieder zurück, geht es schon wieder weiter: Morgen geht´s nach München zur Verleihung der CNN Journalist Awards. Bin schon recht aufgeregt – und freue mich auch schon! Bis danach dann! Nur eins gleich jetzt: Es war wieder einmal großartig auf Zypern!!!
Der türkisch-zyprische Führer Mehmet Ali Talat dämpft jedoch im STANDARD-Interview die Erwartungen an die Zypern-Direktgespräche. Um den Konflikt rasch zu lösen, müsse intensiver verhandelt werden, sagte er Sonja Fercher. (Ein Interview für DER STANDARD)

STANDARD: Es scheint, als wären Sie und der Präsident der Republik Zypern, Demetris Christofias, gute Freunde. Dabei hat auch Christofias’ Partei Akel beim Referendum 2004 den Annan-Plan zur Wiedervereinigung abgelehnt. Unterscheidet sich Christofias wirklich von seinem Vorgänger Papadopoulos?
Talat: Die Akel hat eine große Sünde begangen, als sie den Annan-Plan abgelehnt hat. Allerdings hoffe ich, dass die Akel und die griechischen Zyprer inzwischen verstanden haben, dass der Stillstand der vergangenen Jahre nicht haltbar war. Allerdings ist es für ein endgültiges Urteil noch zu früh, auch wenn die Vorzeichen ohne Zweifel positiv sind. Ich bin mir zwar hundertprozentig sicher, dass Christofias eine Lösung will – aber die große Frage ist, wie diese aussehen soll, beziehungsweise ob sie auch für die türkischen Zyprer akzeptabel ist.
Kaum war ich aus Berlin zurück, verging die Zeit wie im Flug und nun bin ich schon wieder auf dem Sprung. Dieses Mal geht´s nach Zypern, ich freu mich schon riesig!
Ja, aber bevor ich abhaue noch eine Werbung in eigener Sache: Ich war in den vergangenen Wochen so beschäftigt, um eine Kampagne vorzubereiten, mit der ZARA, der Verein Wiener Jugendzentren und wienXtra gegen Rassismus und den Missbrauch des Themas Integration im Wahlkampf protestieren wollen.
Wenn sich dem jemand anschließen möchte, kann das auf der clean politics-Homepage machen. Dort gibt´s auch Banner, falls jemand auf seiner/ihrer Homepage die Kampagne unterstützen möchte.
