Von alternativ keine Spur mehr

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Das Tacheles ist ja sowas wie eine Institution in Berlin und natürlich war auch ich, als ich das erste Mal in Berlin war, drinnen. Danach nicht mehr, daher war ich auch ziemlich erstaunt bis entsetzt, als ich es jetzt wieder sah: Was zur Hölle ist bloß inzwischen in der Umgebung für ein Wahnsinn ausgebrochen?

Gegenüber lauter schnieke Touri-Lokale, in die einen die Kellner per Gutscheine und Anquatschen reinlocken wollen, von alternativ nur das Tacheles selbst als Spur – und auch das ist anscheinend inzwischen ordentlich touristisch. Sehr schade irgendwie! Auf der anderen Seite kann Berlin Investitionen natürlich gut brauchen. Bin schon gespannt, ob es wenigstens gelingt, das Tacheles zu erhalten.

Ich traf dort zwei Morgenstern-Co-Stammgäste, die zufällig auch in Berlin waren. War irgendwie schräg, die gleichen Leute woanders zu treffen… In der Gegend hielt uns allerdings nicht viel, sondern wir brachen auf zum Prenzlberg. Eine gute Entscheidung uns ein sehr feiner Abend!

So, apropos feiner Abend, ich geh nun auf die Piste (jaja, meine Sprache hat mal wieder nen deutschen Einschlag bekommen :-) ) .

Mitten in Westberlin

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Besonders “in” sind in Berlin ja der Prenzlberg oder Friedrichshain, beides im Osten. Dort fühlte ich mich die ersten Male, die ich in Berlin war, auch sehr wohl: Dort war es sympathisch, es gab ziemlich abgefahrene Lokale und Geschäfte und es hatte was von jenem Flair, den ich mir erwartet hatte und vor allem von Bildern aus Kreuzberg kannte. Inzwischen wurde dorthin einiges investiert und auch wenn es noch genug sympathische Kneipen gibt, sind mir manche Ecken einfach zu chick.

Aber wer kommt schon in andere Gegenden, wenn man nicht gerade FreundInnen hat, die dort in der Nähe wohnen. Zum Beispiel in die Wilmersdorfer Straße beim letzten Mal – oder eben Friedenau dieses Mal. Es ist ein Wohnviertel, meins wäre wahrscheinlich eher Kreuzberg. Aber irgendwie gefällt es mir auch in Friedenau recht gut – und im Westen der Stadt, denn dort wirkt alles noch viel gewachsener als im Osten.

Am Samstag Vormittag ging´s auf den Markt, denn natürlich mussten wieder einige Schnitzel in die Pfanne ;-) .

Fotokünstler

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Leider hielt das schöne Wetter nicht lange an, also nutzten wir den Freitag für die Bildung und sahen uns zwei Ausstellungen über Man Ray und Alexander Rodtschenko im Martin Gropius Bau an. Leider gab es von Man Ray nur ein bekanntes Bild zu sehen, aber dafür gaben die ausgestellten Bilder einen spannenden Einblick in die Entwicklung des Künstlers.

Spannender war da schon Rodtschenko. Historisch gesehen sind vor allem seine Kollagen interessant, er war immerhin der erste Künstler der UdSSR, der sich dieser Technik bediente. Sehr propagandistisch halt…

Fotocredit: http://www.berlinerfestspiele.de

Wunderbares Berlin

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Ja, Berlin ist einfach immer wieder einen Besuch wert! Vor allem dann, wenn gleich am ersten Tag die Sonne so schön scheint. Also ging´s gleich auf zu nem Spaziergang durch die Stadt. Und was für einem. Ausgangspunkt: Alex. Gleich dort erblickten wir einen waghalsigen Stunt:

Ein Bilderrätsel…

Ja, das ist in Berlin ;-) , hinter der East Side Gallery.

Und hier der kleine Star des Urlaubs, Klein-Lottchen – noch etwas skeptisch…

Kreuzberg klassisch:

BerlinBerlin

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Als ich im letzten Beitrag “BerlinBerlin, ich komme!” konnte ich noch nicht ahnen, dass ich doch tatsächlich mit einem der Hauptdarsteller der Serie im Flugzeug sitzen würde. Sehr nett, denn Sven Sosniok ist nicht nur schön anzusehen – auch wenn er sich hinter einer großen Brille versteckte – , sondern hat einfach eine großartige Stimme. Da reist sich´s doch so früh am Morgen (Abflug 6 Uhr 50) gleich leichter ;-) .

Ausflug und Kurzurlaub

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Am Sonntag war wieder einmal Schwimmen gegen den Strom angesagt, dieses Mal verschlug es mich gemeinsam mit zwei anderen Freunden auf die andere Seite des Klosterneuburger Strandbads.

Es war ein ausgesprochen schöner Ausflug, zumal wir per Rad unterwegs waren und der Weg dorthin wirklich sehr schön ist (ja, sogar eine Umleitung ist dort ausgeschrieben ;-) ), vor allem die Auenlandschaft vor Klosterneuburg.

Außerdem hat es mal wieder Spaß gemacht, in den kalten Fluten der Donau zu baden. Im dortigen Altarm ist es auch sehr schön, für meinen Geschmack aber war er zu warm, dafür ist der Liegeplatz schöner und vor allem gibt´s keine Hunde dort…

Ja, und morgen heißt´s dann Kurzurlaub, und zwar geht´s mal wieder ab nach BerlinBerlin. Ich freue mich schon auf meine Freunde und vor allem auf das kleine Lottchen. Nächste Woche bin ich dann wieder in Wien und zu neuen Schreibtaten bereit. Bis dann dann.

Gegen den Strom ;-)

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Was bietet sich mehr an, als an einem so herrlichen Tag wie dem Donnerstag einen Ausflug zu machen? Allerdings mussten meine liebe Freundin Micha und ich gute Nerven aufbringen, um überhaupt erst ans Ziel, dem Strombad Kritzendorf, zu gelangen. Dort lautet das Wort für Umleitung anscheinend “Textil Müller”, denn erst als wir bei der Straßensperre angelangt waren, informierte uns ein Schild, dass wir über die “Wiener Straße” hätten ausweichen müssen. Supersache!

Aber mit der Hilfe eines netten Pärchens fanden wir den Weg: Sie müssen beim ADEG abbiegen und dann den Schildern “Textil Müller” folgen, dann sollten sie zum Bad finden. Der Umweg war zwar wunderschön, aber wir hätten ihn gerne schneller gefunden, um uns denn auch schneller in die Fluten schmeißen zu können. Vor allem fühlten wir uns ein wenig verhohnepipelt, als wir wieder auf der Hauptstraße ankamen und uns dann dort ein großes Umleitungsschild entgegenstrahlte: Nein wirklich? ;-)

Aber wir haben es ja schließlich geschafft, also konnten wir das alles mit Humor nehmen. Und das Strombad ist den Umweg wirklich wert: Wenig Leute, eine wunderschöne Wiese und die Donau.

Ja, und nun weiß ich auch, warum das Kritzendorfer Bad Strombad heißt, denn die Strömung der Donau ist da schon verdammt stark. Nix für Leute, die es nicht gerne kalt mögen und wer nicht gut schwimmen kann, sollte lieber nur im seichten Wasser waten. Mir aber machte es einen Heidenspaß, denn um sich beim Schwimmen so anzustrengen wie dort, muss man sich in anderen Gewässern schon ordentlich anstrengen ;-) .

Wem reicht hier was?

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“Es reicht!”, meint der kleine Koalitionspartner, “Genug gestritten!”, der große. Irgendwie ist es eine verkehrte Welt, in der Regierungsparteien mit dem Eingeständnis des eigenen Scheiterns in den Wahlkampf ziehen.

Wer will schon einer Partei seine/ihre Stimme geben, die nun Forderungen mit “Es reicht!” plakatiert. Forderungen, die nicht neu sind – und die sie im Rahmen der zerbrochenen Koalition offensichtlich nicht durchsetzen konnte. Warum also sollte sie es nun auf einmal können?

Wer will schon einer Partei seine/ihre Stimme geben, die eingesteht, dass in der gescheiterten Koalition anscheinend wirklich nur gestritten wurde? Nein, genug gestritten wurde nicht, eigentlich viel zu wenig, vor allem zu wenig konstruktiv. … weiterlesen »

Wer ist hier normal?

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Erst vor kurzem war ich zum ersten Mal ganz direkt mit dem Thema Gehörlosigkeit konfrontiert und es war eine ausgesprochen aufschlussreiche Erfahrung für mich. Es war bei einem Seminar, wo es just um das Thema Antidiskriminierung ging. Mit dabei ein Gehörloser, zwei DolmetscherInnen sorgten dafür, dass auch er am Seminar teilhaben konnte. Und doch gab es Situationen, die mir fast schmerzlich zeigten, wie unbeholfen, ja geradezu erstarrt ich zum teil war, bloß weil ich einfach nicht so recht wusste, wie damit umzugehen.

An genau diese Erfahrung musste ich gestern denken, als ich den Polizeiruf 110 ansah. Auch hier ging es um die Frage, wie man denn nun am besten mit Menschen umgeht, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung anders sind. Ja, dass man auch dann ordentlich daneben hauen kann, wenn man wie Kommissarin Obermaier mit den besten Vorsätzen auf sie zugeht. Sehr fein fand ich auch die Darstellung, wie vielfältig Menschen eben sind, die Trisomie 21 haben – und wie alltäglich ihr eben Leben ist, Stichwort “Poppen”.

Irgendwie ist es naiv zu glauben, dass ihr Leben so anders sein sollte, denke ich mir gerade. Genau diese Vielfalt aber wird aus meiner Sicht leider viel zu selten gezeigt, weshalb mich dieser Krimi sehr begeistert hat. Ein weiterer Grund ist, dass man sich auch wie Tauber und Obermaier fragt, wer denn hier nun normal ist. Wobei naive Vorstellungen ebenso eine Rolle spielen (die sind so lieb) wie tatsächliche Zweifel daran, wie normal eigentlich jene Menschen leben, die angeblich die Norm sind.

Sehr beeindruckend fand ich schließlich, dass der Film neben Themen wie selbstbestimmtes Leben von Behinderten inklusive Fortpflanzung auch noch Raum hatte für jenen Konflikt, den der “einarmige Tauber” mit seiner eigenen Behinderung hat. Er sei nicht behindert, er sei versehrt, brüllte er Rosi an – um später dann doch einzugestehen, dass er doch behindert ist. Was für eine Verwandlung er auf einmal durchmacht, als er auf einmal zu beginnen scheint, sich selbst so zu akzeptieren.

Irrtum

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Zwar hatte ich gedacht, mich schlau genug gemacht zu haben, hatte ich aber nicht. In meinem Eintrag über Werner Faymann kritisierte ich, dass MigrantInnen in Wien nur im Notfall Zugang zu Gemeindewohnungen haben, so wie dies der SPÖ-Chef auch im Interview gesagt hatte. Stimmt nicht, Drittstaatsangehörige haben dann Zugang zu Gemeindewohnungen, wenn sie mindestens fünf Jahre in Österreich gelebt haben und Einkommen wie  Krankenversicherung haben.

An der Kritik an Faymann ändert das allerdings nichts, schließlich machte er einen auf “Inländerfreund” und bewegt sich genau damit im BlauOrangen Diskurs. Statt eines solchen Kniefalls täte der SPÖ-Kandidat besser daran, der platten Hetze gegen MitbürgerInnen ausländischer Herkunft oder mit migrantischem Hintergrund entgegenzutreten.

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