Dirie, Tribes und der Desert Mode

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Unter bislang noch mysteriösen Umständen verschwand Waris Dirie vergangene Woche für ganze drei Tage in Brüssel. Sich ein Bild davon zu machen, was denn nun tatsächlich passiert sein könnte, fällt schon so ausgesprochen schwer, da sich nicht nur Dirie selbst widersprach, sondern auch noch die anderen Beteiligten. Umso irritierender sind die Aussagen, die Produzent Hannes Rossacher im Interview mit derStandard.at von sich gab, der gerade einen Film über die “Wüstenblume” dreht.

Ein paar Auszüge: In Brüssel, einer für sie “großen fremden Stadt”, habe sie natürlich zunächst mal nach ihrem “tribe” gesucht. Klar, das Stammesdenken haben die AfrikanerInnen quasi “im Blut”, auch nach den vielen Jahren, die Dirie nun schon in den USA und Europa lebt und arbeitet: Der “tribe” bleibt ihr Bezugspunkt.

Anders als die Schwarzen “ticken” laut Rossacher Weiße, denen so eine Situation seiner Einschätzung nach nicht passiert wäre: “(…) später, während die Polizisten mit ihr Hotels abfahren: jeder Weiße würde sich denken, dass es nur eine Frage der Zeit ist, ehe sie das richtige Haus finden.” … weiterlesen »

Pouff, Cinq! ;-)

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Dass ich ein Serien-Freak bin, muss ich wohl nicht mehr extra erwähnen. Die neueste Serie, in die ich so richtig reingefallen bin, ist Dr. House, dessen erste Staffel mir ein Freund netterweise geliehen hat. Welch großartiger schwarzer Humor, welche großartigen Schlagabtäusche, welch nette Charaktäre. Needless to say, dass ich´s mir auf Hugh Laurie alias Dr. House stehe.

Allerdings muss ich gestehen, dass er mir noch besser gefällt, wenn er British English spricht, und natürlich schon gar, wenn er seine Französisch-Kenntnisse zum Besten gibt ;-) :

Die Weiten des Internets ließen mich dann auch entdecken, dass Laurie gemeinsam mit Steven Fry eine sehr großartige Comedy-Show im britischen Fernsehen hatte. Passend zum Wahnsinn, der uns nun im deutschen Privatfernsehen einmal die Woche wieder ereilt, diese Folge.

Palischal und Perlenohrringe

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Vergangene Woche war ich mit einer Freundin unterwegs und staunte nicht schlecht: Am Nachbartisch saß eine große Runde Leute, die zumindest die konservative Überzeugung, wenn nicht gar eine katholische Verbindung verband. Das allein wäre ja noch nicht so aufregend, wäre nicht mittendrin eine Frau gesessen, die eine ausgesprochen seltsame Mode-Kombination trug: Zu ihren Perlenohrringen hatte sie einen roten Palischal um den Hals geschlungen.

Moment! Einen Palischal? Ist das nicht das Ding, das Linke tagen, um für alle sichtbar zu machen, welche politische Überzeugung sie vertreten? Gibt es das Ding jetzt etwa auch in stinknormalen Modegeschäften – sagen wir gleich neben den Perlenketten? Oder ist diese Dame zum Naschmarkt spaziert, um ihn dort bei einem Stand zu erstehen, wo ich damals auch meinen gekauft hatte?

Gut, niemand muss einen Gewissenstest absolvieren, um so ein Ding tragen zu können und auch in meiner Jugend trugen den sicher auch viele, ohne ganz genau zu wissen, was sie damit aussagen/aussagen wollten – wovon ich mich auch gar nicht ausschließen möchte. Aber dennoch: Welchem Snob wäre es in den Sinn gekommen, sich so ein Ding um den Hals zu wickeln? Denn immerhin sagt dieser Schal etwas aus – auch heute noch.

Wie mir später erklärt wurde, ist der Palischal als stinknormales Modeaccessoire im Kommen, ganz ohne politische Aussage, einfach nur zwecks Schönheit. Tja, so kann´s gehen. Immer noch besser als die andere neue Mode mit den neonfarbenen Schirmmützen ;-) .

PS: Lesenswert auch der Artikel bei heise zu dem Thema.

Oh, wie schön!

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Ja, so gefällt mir das: Die PSOE unter José Luis Rodríguez Zapatero hat die spanischen Parlamentswahlen gewonnen. Ich freu mich, dass eine links-liberale Politik gegen eine reaktionäre gewonnen hat, eine Politik, die im baskischen Konflikt auf Dialog und Verhandlungen gesetzt hat und nicht nur auf die Polizei und die Justiz.

Ähnlich geht es mir mit dem Ergebnis der französischen Kommunalwahlen: Auch wenn ich vorsichtig wäre, es nur als Watsche für Präsident Nicolas Sarkozy zu interpretieren, schließlich sind es eben auch Kommunalwahlen, so freue ich mich doch, dass die Linke zugelegt hat. Würde es die PS nun auch noch schaffen, aus ihrem Chaos raus zu finden, dann könnte man endlich Hoffnung schöpfen, dass Sarkozy mit seiner aktionistischen Politik ein bisschen mehr in Bedrängnis gerät. Mal gucken, wie es da weiter geht.

Weniger schön finde ich dagegen das Ergebnis der Landtagswahlen in Niederösterreich, denn Erwin Pröll ist für mich nicht erst seit seinen Aussagen über die “artfremden” Minarette ein recht schwer erträglicher Populist. Noch viel tragischer finde ich die Zugewinne der Freiheitlichen. Bloß wenn die SPÖ in Niederösterreich wie in der Bundespolitik so eine schlechte Figur macht, ist auch dieses Ergebnis eigentlich wenig überraschend.

Schockierende Nachricht aus dem Baskenland

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Was für ein Schock: Nach Jahren der Ruhe wieder ein politischer Mord im Baskenland, und das genau zwei Tage vor den Wahlen. Das verheißt nichts Gutes. Auch wenn sich noch niemand zu der Tat bekannt hat, so scheint es doch naheliegend, dass dieses feige und abstoßende Attentat von jemandem aus der ETA begangen wurde.

Das Ziel dieser Tat erschließt sich mir noch nicht so ganz. Will die ETA mit allen Mitteln erreichen, dass die PP-Hardliner die Wahl gewinnt, damit sich die Stimmung erneut zuspitzt und die ETA weiterhin ihre Existenzberechtigung hat? Oder ist es die Rache an der PSOE für die gescheiterten Verhandlungen? Welche abstrusen Ziele damit auch immer verfolgt wurden, ich hoffe, dass dies nicht dazu führt, dass sich der Konflikt wieder verschärft.

Fundstück: Rettichsackerl

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Was es nicht alles gibt, ein Rettich-Sackerl… Hübsch eigentlich!

Mhhhhhh, bio!

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Weil ja Frühling ist und ich mich sowieso gerne gesünder ernähren würde, ich aber es leider viel zu selten zum Markt schaffe, habe ich nun beschlossen, mir die Vitamine per Kistl nach Hause bringen zu lassen. Und ich muss sagen: Adamah kann was! Schon lange habe ich keine sooooo… guten Orangen mehr gegessen!!!

Ja, ich weiß, ein bisschen anachronistisch ist das schon, dass man ein Biokistl bestellt und dann erst wieder Obst aus Südländern bekommt. Aber immerhin kommt das von ausgewählten Biobauern, zumindest verspricht das der Adamah.

Ja, und was Neues kennengelernt habe ich auch, die Rübchen Goldball, anscheinend auch Mairübchen genannt. Lecker! Leider habe ich die Bestellung für nächste Woche versäumt, da ist Bärlauch drinnen. Aber gut, ich habe da noch “ein paar” Karotten und nen ganzen Krautkopf, die von mir verspeist werden wollen…

Wäre Zivilcourage die Regel…

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Gestern spätabends bin ich noch in eine interessante Sendung reingestolpert, nämlich in polylux. Eines der Themen war Zivilcourage – wie passend zu meinem neuen Job ;-) . Sehr spannend, muss ich sagen, vor allem gefällt mir das Format Fightclub, in dem ein Thema als pro und contra dargestellt wird.

Dieses Mal ging es dort eben um Zivilcourage. Anlass war nicht nur die neue Verfilmung von “Die Welle”, sondern eben auch die brutalen Zwischenfälle, die sich in den vergangenen Monaten gehäuft haben und vor allem ein Charakteristikum hatten: Wer zivilcouragiert eingriff, wurde selbst auch zum Opfer.

Eine gute Frage also, ob Zivilcourage unter solchen Vorzeichen überhaupt gefordert werden kann. Ich fand, dass beide Beiträge etwas für sich hatten. Denn es wäre naiv, würde ich von mir behaupten, dass ich auf alle Fälle eingreifen würde. Gut wäre es aber, und zwar nicht nur, indem man zum Telefon greift. Bis die Polizei vor Ort ist, kann es schließlich in manchen Fällen schon zu spät sein. Dennoch ist es klar, dass es ziemlichen Mut bedarf – manchmal kann aber auch ein bisschen Kreativität reichen.

Kein einfaches Thema, dennoch möchte ich mich der Meinung von Moderatorin Tita von Hagenberg nur anschließen kann: Wäre Zivilcourage die Regel, müssten nicht wir uns fürchten, sondern die Täter.

Wieder aufgetaucht

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Eigentlich wollte ich ja nicht gleich wieder Pause machen, aber dann war letzte Woche das Wetter ja so wunderschön und sowieso und überhaupt war es meine letzte Urlaubswoche. Und nun ist auch die schon wieder vorbei und der Ernst des Lebens hat wieder begonnen: Seit Montag bin ich nun offiziell in Amt und Würden bei ZARA. Tja, und nun muss ich jede Menge Infos verdauen, also wieder nix mit viel Bloggen. Aber es wird besser, das ist ganz sicher!

Viel besser sogar. Auch wenn ich mich jetzt gleich wieder in die Arbeit bzw. vielmehr ins Lesen der unzähligen Dokumente stürzen muss, die mir in den vergangenen drei Tagen so in die Hand gedrückt wurden, so kann ich jetzt schon sagen: Es macht mir Spaß, viel Spaß sogar. Daher heißt´s für mich nun ab zum fröhlichen Lesen – wobei, gar so fröhlich ist die Lektüre nicht, immerhin geht´s um Rassismus. Mehr dann in Bälde, und zwar nicht nur zum Thema Job, sondern auch über andere Dinge des Lebens ;-) .