Sonne über Berlin

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Ach, war Berlin schön! Es war wunderbar, meine lieben Freunde wieder zu sehen. Es war toll, einmal wieder in Berlin zu sein. Es tat einfach gut!

Eigentlich hatte es ja geheißen, dass das Wetter scheußlich sein würde. Also hatte ich mich bereits darauf eingestellt, mich dieses Mal hauptsächlich in Museen oder Einkaufszentren rumzutreiben. Als ich allerdings am ersten Tag die Augen aufmachte, schien draußen die Sonne.

Das einzig Dumme daran: Ich hatte bis 14 Uhr geschlafen und den größten Teil des sonnigen Tages also verpennt. Dabei war ich noch nicht mal spät ins Bett gegangen, ganz im Gegenteil. Na ja, ich scheine den Schlaf gebraucht zu haben – und wozu sind Ferien sonst gut, als um sich zu erholen? :-)

Um noch ein bisschen was vom schönen Wetter zu haben, machte ich mich auf einen ausgedehnten Spaziergang: Ausgehend von der Kaiserin Augusta Allee entlang der Spree, vorbei am Großen Stern bis zum Potsdamer Platz.

 

Nachgereicht: Quietscher und der Wäschekorb

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Seit Langem suche ich einen Wäschekorb, denn mein alter zerfällt bald in seine Einzelteile. Endlich dann habe ich kurz vor Berlin einen gefunden, der mir gefiel – und nicht nur mir: Kaum hatte ich ihn aufgebaut, war Klein-Nino bereits drinnen.

Heath Ledger 1979 – 2008

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Mit Entsetzen vernahm ich in Berlin die Nachricht, dass der großartige Schauspieler Heath Ledger gestorben ist. Der Mann, der in Brokeback Mountain so toll einen Mann verkörpert hat, der zwar weiß, für wen sein Herz schlägt, der aber nicht aus seiner Haut kann. Ein sehr trauriger und großartiger Film und eine großartige schauspielerische Leistung, die uns dieser sympathische Mann hinterlassen hat.

Berlin, Berlin – ich komme!!!

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In den kommenden Tagen wird es an dieser Stelle von mir nichts zu lesen geben, denn ich verabschiede mich in den Urlaub, hurraaah! Die Reise geht nach Berlin, wo ich Simone, eine Freundin aus Erasmus-Tagen, besuchen werde.

Zwar geht der Flieger erst morgen Nachmittag, aber weil Simones Mann so gerne Wiener Schnitzel isst, mache ich mich morgen noch auf Schnitzelklopferjagd, bevor ich dann am Nachmittag das Flugzeug besteige und gen Deutschland fliege. Ich freue mich schon sehr auf diesen Urlaub, auf Berlin und meine FreundInnen. Bis dann dann ;-) .

Im Zentrum der Provinzialität

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In der gestrigen Ausgabe von “Im Zentrum” wurde mir wieder einmal klar, warum ich nicht nur diese “Diskussionssendung” meide, sondern auch warum die österreichische Innenpolitik für mich bisweilen nur schwer zu ertragen ist.

Zwar kann man sich ja vielleicht noch ob des Bashings Rechts-gegen-Rechts oder Strache-Westenthaler ein müdes Schmunzeln abringen. Bloß gefriert es sofort, wenn man sich einerseits anhört, was sie sich da gegenseitig an politischen Positionen um die Ohrwascheln schmeißen, andererseits wenn man sich das Grazer Wahlergebnis vergegenwärtigt.

Allerdings hinterließen weder Josef Cap (SPÖ) noch Fritz Grillitsch (ÖVP) einen wirklich besseren Eindruck: Ein Hick-Hack auf dem Niveau von Ständestaatsvorwürfen und der Forderung nach “Anerkennung jener, die dieses Land aufbauen” interessieren mich an einem Sonntagabend.

Aber was will man auch erwarten, wenn man eine Debatte über das Niveau von Wahlkämpfen führen will und PolitikerInnen dazu einlädt? Nur ein österreichisches Problem? Keineswegs, das Fernsehen ist schlichtweg ein zu wichtiges Medium, als dass sich PolitikerInnen eine Gelegenheit entgehen lassen würden, sich selbst zu inszenieren.

Das Niveau der gestrigen Diskussion aber offenbarte einmal mehr den provinziellen Charakter der österreichischen Politik – aber leider auch des ORF. Dabei hat, so weit ich mich erinnere, das öffentlich-rechtliche Fernsehen auch einen Bildungsauftrag. Ein bisschen davon – oder DiskutantInnen, die diesen eher erfüllen können als PolitikerInnen – würde auch “Im Zentrum” nicht schaden.

PS: Wie gut, dass es die Anne gibt! An die werde ich mich auch in Zukunft wieder halten ;-) .

Blieb Populismus wirklich unbelohnt?

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Überraschend nehme ich zur Kenntnis, dass das gestrige Wahlergebnis aus Graz als beruhigend aufgenommen wurde: Der Populismus der FPÖ sei unbelohnt geblieben, heißt es unter anderem. Unbelohnt? Meiner Ansicht konnten sie ein richtig schönes Fest feiern: Im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2003 legte die FPÖ immerhin von 7,98 auf rund 11 Prozent zu. Klar, an ihr Wahlergebnis von 1998 kommt sie bei Weitem nicht heran (damals hatte sie fast 27 Prozent), aber immerhin, es wurden drei Prozent mehr.

Klar, die FPÖ lag in Umfragen immer höher und sackte nach den Aussagen von Susanne Winter wieder ab. Nichts desto weniger bleibt, was die APA in einer Analyse schreibt: Die Wahl brachte den Blauen “den ersten wirklich deutlichen Zuwachs seit ihrem Abschied aus der Bundesregierung im Jahr 2005.” Und: Möglicherweise lasse das Ergebnis auf “eine tatsächliche Kehrtwende für die FPÖ schließen.”

Addiert man nun noch die Stimmen des BZÖ, das es ja 2003 noch nicht gegeben hat, so kommt das Dritte Lager immerhin auf mehr als 15 Prozent der Stimmen. Was daran bitte ist eine Abfuhr an Populismus?

Aufgelesen zum Thema Jugendkriminalität Nr. 2

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Giovanni di Lorenzo hat in der aktuellen “Zeit” einen sehr guten Leitartikel geschrieben:

“Koch und seine Kellner”

Vor allem in einem gebe ich ihm recht: Indem man dem Populismus mit Aufschreien entgegentritt, heizt man die Debatte nur noch weiter auf. Ein klares Bekenntnis ist wichtig, viel wichtiger aber sind Argumente, die den Populisten entlarven:

Wie man das machen kann, führte der Fernsehjournalist Frank Plasberg vor. Er konfrontierte Koch einfach mit den Ergebnissen einer gründlichen Recherche: Demnach dauerte es 2006 in keinem deutschen Bundesland länger als in Hessen, einen jugendlichen Delinquenten seiner Strafe zuzuführen, und zwar sowohl nach kleineren Vergehen als auch nach schweren Verbrechen.

Da wurde Koch ungewohnt kleinlaut. Zudem rechneten hessische Jugendrichter und die Gewerkschaft der Polizei vor, wie unter der Herrschaft der CDU Hunderte von Stellen eingespart wurden, die zur Strafverfolgung dringend benötigt würden. Und das Hessische Landeskriminalamt legte eine Statistik vor, wonach die Gewaltkriminalität in Kochs Regierungszeit überdurchschnittlich stark gestiegen ist.

Interessante Artikel zu dem Thema bezogen auf Österreich hatte am Wochenende auch “Die Presse”:

Jugend: Kommt jetzt die „neue Härte“?

Von Haft bis Hütten-Ferien

“Strafvollzug: USA gehen von Erziehungslagern ab”

“Opfer nicht noch einmal zu Opfern machen”

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Am Beispiel dreier Künstler zeigt Soziologe Kastner, welche Fallen lauern, will man die Unterdrückung gesellschaftlicher Gruppen in Bilder fassen (Ein Artikel für derStandard.at )


Wie kann man Themen wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bebildern, ohne Stereotype zu reproduzieren: Vor diese Frage werden JournalistInnen immer wieder gestellt. Bilder müssen illustrieren, die LeserInnen “in die Geschichte hineinziehen”, lautet die Faustregel. Diese aber führt oft genug dazu, dass MedienmacherInnen auf Stereotypen zurückgreifen. Beliebtestes Beispiel: Bilder zum Thema Migration werden regelmäßig mit kopftuchtragenden Frauen illustriert.

Im Rahmen des ZARA-Talks versuchte Jens Kastner eine kunsthistorische Annäherung an das Thema Minderheiten und Bilder. Am Beispiel der Arbeiten von drei Künstlern zeigte der Soziologe und Historiker auf, über welche Fallstricke man bei der Darstellung von unterdrückten Minderheiten oder Volksgruppen stolpern kann.

Gut gemeint, aber schlecht gemacht

Gut gemeint, aber schlecht gemacht: So lautet zusammengefasst das Urteil Kastners über die Wandgemälde des mexikanischen Künstlers Diego Rivera. Gut gemeint deshalb, weil die Tradition des künstlerischen Realismus, der Rivera angehörte, zwar dezidiert das Ziel verfolgt, die Unterdrückung bestimmter Gruppen zu thematisieren und ihr Leid sichtbar zu machen. Bloß reiche es nicht, eine bislang aus der Gesellschaft ausgeschlossene Gruppe nun einfach einzuschließen.
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Populismusimitation der ÖVP

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Wenn´s um Populismus geht, ist nicht nur die deutsche CDU im Moment ganz vorne dran. Die ÖVP hat nun die Debatte um jugendliche Straftäter auch in Österreich aufgemacht und gleich auch die Vorschläge der konservativen Schwesterpartei kopiert: Generalsekretär Hannes Missethon meinte zwar, man müsse auf Prävention setzen, setzte dann aber eins drauf: “Gleichzeitig müssen wir jugendliche Straftäter aber auch wieder fit für die Gesellschaft machen”. Dafür seien Erziehungscamps eine Möglichkeit: “Dort können sie lernen, dass es Regeln gibt, und Konsequenzen, wenn man sich nicht an die Regeln hält”.

Daher soll sich Missethon nun im Auftrag der Partei “Best practice”-Modelle ansehen, unter anderem in Deutschland. Damit setzt die ÖVP ihre Strategie fort, mit populistischen Vorschlägen den Blau-Orangen WählerInnen abzugraben. Da kann der Generalsekretär noch so versichern, dass Einrichtungen wie die Boot-Camps in den USA nicht in Frage kommen. Wie inzwischen schon einige ExpertInnen klar gemacht haben, bringen auch weniger heftige Einrichtungen dieser Art nicht sehr viel.

Aber einzugestehen, dass auch bei der Jugendkriminalität Bildung das beste Rezept (wenn auch nicht das einzige) ist, damit würde sich die ÖVP einmal mehr die Frage gefallen lassen, warum sie nicht endlich von ihrer Blockadehaltung in Sachen Schulreform heruntersteigt. Außerdem klingt “Erziehungscamp” ja auch viel knackiger.

Allerdings gilt auch hier, was mein Kollege Rainer Schüller anlässlich der Aussagen von Susanne Winter schrieb: Indem es die Vizekanzlerpartei der FPÖ oder dem BZÖ nachmachen will, trägt sie auch dazu bei, das Niveau der politischen Auseinandersetzung zu senken. Denn noch ist nicht einmal klar, wie denn die Zahlen zur Jugendkriminalität überhaupt aussehen. Aber im Populismus zählen Differenzierungen ja bekanntlich nicht allzu viel.

Bekommt Koch eins auf den Deckel?

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Ok, es dauert noch eine Woche, bis in Hessen gewählt wird. Dennoch ist es eine Wohltat zu hören, dass die SPD in Umfragen nun aufgeholt hat und die Wahl nun wieder offen ist. Wohltat, weil Roland Koch zumindest einmal einen Bremser bekommen hat, nachdem er erneut mit Populismus gegen AusländerInnen in den Wahlkampf gezogen ist.

Aber ob dieser Trend auch anhält, das ist natürlich eine andere Frage. Schön wäre es ja, aber es sind eben noch ein paar Tage, bis die WählerInnen am Wort sind – und Kopf-an-Kopf heißt ja noch lange nicht, dass die SPD auch die CDU auch überholt. Umso spannender aber wird das TV-Duell am kommenden Sonntag, mal sehen, wie sich Koch gegen Andrea Ypsilanti so schlägt.

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