Wer braucht schon bunte Billy-Regale?

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Gleich eines vorweg: Ich liebe Ikea eigentlich. Im Moment aber bin ich einfach nur stinksauer auf die mich duzenden Schweden! Wie können die einfach so, so ganz ohne Vorwarnung, meine heißgeliebte Regalserie Magiker aus dem Sortiment nehmen?!?! Frechheit!

Zumal ich mich bei meinem letzten Kauf zurückgenommen habe – nicht, weil ich das Zeugs nicht gebraucht hätten, nein, der Finanzen wegen. Also mussten die weißen Türen unten reichen. Die Glastüren würde ich mir nachkaufen, sobald mein Konto wieder eine kleine Reserve hat. Dachte ich.

Ok, die Alarmglocken hätten bei mir läuten müssen, als ich ein Einzelteil, das kaputt war, umtauschen wollte, und sie mir nur ne Preisreduktion anbieten konnten, weil sie die Einzelteile nicht mehr hatten. Aber wer ahnt denn schon, dass sie so eine hübsche Serie einfach streichen?! Wer braucht schon Stockholm? Schaut hübsch aus, aber die Vitrine hat nicht mal gscheite Griffe. Und wer braucht schon bunte Billy-Regale?

Ich will Magiker zurück und starte daher eine Petition für die Wieder-in-den-Katalog-Nehmung der Serie – auch wenn ich die Einzige bin, die sie unterschreibt :-) .

“Juden und Jüdinnen sollen sich besonders gut aufgehoben fühlen”

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Die Organisation Esra – Hebräisch für “Hilfe” – betreut MigrantInnen und Holocaust- Überlebende – Einzigartig: Die psychosoziale Ambulanz. (Ein Porträt für derStandard.at)


Unser ältester Patient ist 90 Jahre alt”, erzählt David Vyssoki, “und er hat alle Anzeichen einer post-traumatischen Belastungsstörung.” Vyssoki ist ärztlicher Leiter der Esra, der jüdischen karitativen Organisation. Sein Patient leidet nicht unter einem erst kürzlich erlittenen Trauma, sondern er ist Opfer der Shoah.

Für die Überlebenden des NS-Terrors da zu sein, dieses Anliegen stand am Anfang von Esra, im Übrigen das hebräische Wort für “Hilfe”. “Wir betreuen alle Opfer des Nationalsozialismus”, betont Geschäftsführer Peter Schwarz im derStandard.at-Gespräch: “Ob politisch Verfolgte, Roma und Sinti oder neuerdings auch Kärntner Slowenen.” Letztere werden im Rahmen eines jungen Projekts in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Karl Ottomeyer aus Klagenfurt unterstützt.
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NPD-Verbot als Allheilmittel gegen Rechts?

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Nach den schrecklichen Ereignissen in Mügeln diskutiert man in Deutschland nun wieder über ein Verbot der NPD. Ein schwieriges und riskantes Unterfangen, schließlich ging der letzte Versuch ordentlich in die Hose. Zugleich aber ist es ein fast hilfloser Versuch, dem Problem zu begegnen. Hilflos deshalb, weil kaum davon auszugehen ist, dass damit Ereignisse wie die Menschenjagd in Mügeln wirklich verhindert werden können.

Klar, eine Partei wie die NPD ist unerträglich, und schon gar ist es unerträglich, dass sie mit ihren Parolen auch noch in Landesparlamente gewählt werden und ihre Hasstiraden auch noch als Landtagsabgeordnete loslassen können. Natürlich spricht wenig gegen ein Verbot der National”demokraten”. Ein Bericht in der Welt am Sonntag aber zeigt deutlich, wie akzeptiert dieses Gedankengut anscheinend mancherorts ist.

In dem Bericht nämlich wird unter anderem ein Geschäft beschrieben, in dem Tonträger wie „Sturm 18. Unbelehrbar” ebenso gekauft werden können wie Fußballtrikots mit einer 18 aufgedruckt. Erschreckender Weise soll es in allen größeren Städten Mecklenburg Vorpommerns solche Geschäfte geben. Erstens frage ich mich, ob dies nicht den Tatbestand der Wiederbetätigung erfüllt. Zweitens zweifle ich daran, dass ein NPD-Verbot das richtige Instrument ist, um gegen Dinge wie diese vorzugehen. Auch die nun einmal mehr verkündeten “Bündnisse gegen Rassismus” sind zwar wichtige Symbole, um dem Phänomen aber wirklich begegnen zu können, wird man wohl noch länger über Maßnahmen nachdenken müssen.

Jaul, Olympia brennt

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Es ist noch gar nicht so lange her, da marschierten meine Eltern und ich über den Heiligen Hain in Olympos, da wo in der Antike die olympischen Spiele stattgefunden haben. Es war ein tolles Erlebnis und mir vorzustellen, dass diese wunderbare Ausgrabungsstätte von Flammen bedroht ist, ist wirklich ein Horror.

Ich weiß, es wirkt ziemlich arg, dass ich mich um solche Steinhaufen Sorgen mache, wenn währenddessen Menschen sterben. Das wäre aber ein falscher Eindruck, ich zittere mit diesen Menschen mit, die dort leben, denn ich habe einen wirklich wunderbaren Urlaub dort verbracht! Ich drücke alle Daumen, dass sie das Feuer unter Kontrolle bringen und nicht noch mehr Menschen sterben müssen!!!



Katze am Klo

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Mal wieder ein großartiger Zusammenschnitt von Katzen-Videos. Am besten gefällt mir die Katze, die aufs Klo geht – aufs richtige nämlich, nicht aufs Katzenklo – und danach auch noch zum Klopapier greift ;-) . Was würde ich dafür geben, wenn Nino das auch täte…

Kater am See

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Für den Nino war die Zeit am Weißensee natürlich geradezu paradiesisch: Jeden Tag konnte er nach Herzenslust in Garten und Wald rumtollen, Schmetterlingen, Grashüpfern oder gar Vögeln nachjagen und wenn er denn mal zu Hause war, kriegte er von der ganzen Familie seine Streicheleinheiten ab.

Und natürlich bietet auch die Wohnung nicht enden wollende Entdeckungsmöglichkeiten, zum Beispiel den Kleiderkasten: Kleider reingeräumt, auch Katze verstaut, Tür zu – oder?

Blöd bloß, dass es da in der Nachbarschaft so viele Katzen gibt. So kam es dann, wie es kommen musste: Eines Tages war von Nino weit und breit nichts zu sehen. Normalerweise kommt er in der Früh maunzend auf meine Mutter zu, die am Weißensee fürs Futter zuständig war, weil sie früher aufsteht. Nix da, Nino hatte sich wo verzogen. Auf der Galerie fand ich ihn dann, eingerollt und irgendwie komisch. Als er dann aufstand, war klar, was los war: Kater humpelte, er hatte sich was an seinem Hinterlauf zugezogen.

So lernte ich denn auch den ortsansässigen Tierarzt kennen. Oma meinte zwar: “Oba wos, des weat scho wieda.” Gut, da sieht man mal wieder, dass sie von nem Bauernhof kommt, klar dass man da nicht wegen jeder Verletzung einer Katze den Tierarzt ruft. Aber dass Kater leidet, das muss ja nu auch nicht sein.

Es war leider eher eine Tortur, denn erstens mussten wir Nino in seinen Käfig bekommen, zweitens ist der Tierarzt in Greifenburg, sprich wir mussten dort erst mal hinfahren. Ein netter Kerl, der Nino gleich mit Spritzen versorgte. Seine Erklärung: Seine Verletzung muss sich Nino bei nem Kampf mit einer anderen Katze zugezogen haben, denn die beißen sich anscheinend gern in die Füße…

Nach der Rückkehr hat Nino erst einmal geschlafen. Kaum ausgeschlafen, war er schon wieder zu Abenteuern bereit ;-) . Über Nacht aber musste er vorerst zu Hause bleiben – er trug´s mit Fassung, meine Mutter weniger, denn wenn Katze nicht rauskann, ja dann will sie spielen, spielen, spielen. Aber ich glaube, insgeheim hat sie es schon sehr genossen…

Die Rückreise war ein wenig schwierig, denn er maunzte recht viel. Verständlich, denn nach zwei Wochen Freiheit wieder in so nem kleinen Käfig zu sein, das ist schon nervig. Kaum in der Wohnung in Wien angekommen, war alles wieder gut. Faszinierend, wie schnell er sich da umstellen kann. Mir fällt das schwerer, denn irgendwie bin ich immer noch nostalgisch, wenn ich an den Urlaub denk.

Noch ein paar Stücke See ;-)

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Hab einen Foto-Ordner ganz übersehen, aber dafür gibt´s jetzt ein paar Fotos vom Strand. Hier vom “Eingang” aus gesehen mit unserer Liegewiese und der Umkleidekabine – jawohl, we are fully equipped ;-) . Die linke Liege mit dem schief gestellten Sonnenschirm war übrigens meine, seufz, es war einfach schön!

So schaut das Ganze vom See aus. Das Sonnensegel ist im Übrigen ein Patent meines Vaters – zumindest so, wie es da steht. Mir gefällt´s sehr gut, auch unsere Gäste waren begeistert.

Die erste Entenfamilie, die ich seit Jahren gesehen habe, denn eine zeitlang haben sich Blesshühner in der Umgebung unseres Stegs niedergelassen. Enten und Blesshühner verstehen sich anscheinend nicht so gut, zumindest habe ich öfter gesehen, wie diese Blesshühner auf Enten losgegangen sind und sie vertrieben haben. Dieses Jahr dürften sie schon alles Schilf abgegrast haben – zumindest sah der Schilfgürtel nebenan aus wie ein Schlachtfeld – und weitergezogen sein.

Zwar sind Blesshühner mit ihrem weißen Schild recht hübsch, aber mir persönlich sind Enten lieber. Wohl auch deshalb weil sie einfach immer bei uns waren und ich sie natürlich schon als Kind gefüttert habe. Sie sind einfach süß, die kleinen.

Seeeee und Sonne

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Mein Urlaub ist ja nun schon wieder ein paar Wochen her, weshalb es höchste Zeit ist, dass ich mich wieder daran erinnere, wie schön er war. Hier einige Beweise ;-) :

Frechheit, die haben mich einfach überholt, aber meine Sissy ist nunmal ein Ruderboot:

Einmal war die Luft so klar, dass man die Lienzer Dolomiten ganz deutlich erkennen konnte – und sogar noch weiter ins Deffregental sehen konnte:

Hier der Grund, warum der Weißensee Weißensee heißt: Im Vordergrund kann man den weißen Rand sehen, auch wenn er hier jetzt eher grün aussieht.

Rote Kropfn

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Wenn ich am Weißensee bin, steht ein Essen auf jeden Fall auf dem Speiseplan: Kärntnernudeln. Dieses Mal nicht nur wegen mir, sondern auch weil Frau Stocksreiter, die uns beim Wohnungputzen hilft, so davon geschwärmt hat. Dabei erzählten meine Großmutter und meine Mutter einmal wieder eine Geschichte, die ich noch nicht kannte. Bei meiner Großmutter zu Hause nämlich, am Nagglerhof, gab es früher immer “weiße und rote Kropfn” (Kropfn = Kärntnernudeln). Weiße sind die ganz normalen, mit Topfen und Kartoffeln gefüllten Nudeln. Rote wiederum heißen auch Klotzennudeln oder Kletzennudeln.

What the hell sind Klotzen, wie meine Oma sagt, oder Kletzen, wie sie wohl auch in anderen Teilen Österreichs genannt werden? Das da:

Noch nicht erkannt? Es sind Dörrbirnen.

Ja, und auch mit diesen lassen sich natürlich Nudeln füllen. Gekauft haben wir sie beim Lagerhaus, und zwar in rauhen Mengen, denn so einzeln gibt es sie nicht. Dann mussten sie erst einmal eingelegt werden, denn sonst stauben sie einem/-r bei den Ohren raus.

Nächster Schritt: Passieren. Praktisch dabei ist der alte Fleischwolf meiner Oma.

Ja, und dann wird Topfen beigemischt, ein Schuss Rum und Zucker (je nachdem, wie süß die Klotzen sind). Hier zum Vergleich die Fülle der beiden:

Zum Schluss rein in den Teig – und damit man die beiden Nudeln auseinander halten kann, werden die roten Kropfn anders gekrendlt:

Zum Vergleich die weißen links oben:

Nun möchte man meinen, dass die roten Kropfn dann zum Nachtisch serviert werden. Weit gefehlt, sie werden gemeinsam serviert. Wie schmeckt´s? Sehr gut. Bloß werde ich beim nächsten Mal die roten Kropfn definitiv zum Nachtisch servieren oder als eigene Speise, denn süß und sauer, das packe ich einfach nicht. Die KärntnerInnen haben anscheinend ein Faible für süß-sauer, siehe Reindling belegt mit Schinken und Kren (wie man nen Reindling macht, werde ich mir das nächste Mal beibringen lassen, nur so viel: Es ist weißes Brot mit Rosinen…).

Aber da bin ich in guter Gesellschaft, denn bei uns wird der Reindling maximal mit Honig gegessen und sowohl meine Oma als auch meine Mutter mögen die weißen Kropfn lieber. Schade, denn ansonsten sind diese Dinger echt lecker!

Ach ja, zum Schluss noch was Praktisches: Schon bei meinem letzten Weißensee-Aufenthalt habe ich gemerkt, dass es sich sehr auszahlt, unter der gelehrigen Aufsicht der Oma zu kochen. Die nämlich hat noch den einen oder anderen Trick auf Lager. So zum Beispiel zum Thema Teig: Ich habe mich immer weiß wie abgemüht, den Teig auf der Küchenplatte ohne allzugroßen Wasser- und Ölverlust zu machen. Der Tipp der Oma: Mach ihn doch einfach in einer Schüssel. Zu meiner eigenen Beruhigung fügte sie hinzu, dass auch ihre Schwester das erst vor kurzem von ihr gelernt hat – uff!

Aber die Schüssel nicht gleich wegräumen, wenn der Teig fertig ist. Schließlich kann man, wenn sie groß genug ist, damit auch den Teig abdecken – und ihn so vor unliebsamen Naschern wie zb frechen Katern schützen ;-) .

Die Rezepte für Teig und weiße Kropfn gibt´s hier.



Botschafter mit Humor

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Ich geb´s ja zu, ich habe ziemlich typische Vorurteile gegenüber DiplomatInnen: Sie reden nie offen, vertreten nie ihre eigene Meinung, gehen im Anzug ins Bett und waren noch nie auf einer Party ohne Cocktails. Humor? Dafür ist der Job doch viel zu ernst, oder?

Sehr viel Humor allerdings bewies gestern der stellvertretende Schweizer Botschafter, Christian Schoenenberger, der bei Grissemann und Stermann in “Willkommen Österreich” zu Gast war. Bereitwillig und mit einem recht trockenen Humor gab er Auskunft über Fragen wie etwa, ob es stimme, dass man in der Schweiz Hunde esse – und ob ihm da in Wien, wo es doch so viele Hunde gebe, nicht das Wasser im Mund zusammenlaufe…

Am Nettesten fand ich seine Erzählung über “die Bombe”: In der Schweiz habe man tatsächlich darüber diskutiert, ob man nicht die Atom-Bombe haben sollte. Da die Schweiz aber bekanntlich neutral ist, habe man erkannt, dass man Waffen eben nur zur Verteidigung einsetzen darf, was wiederum bedeutet hätte, dass man die Bombe nur auf eigenem Boden hätte zünden können. Da habe man es sich dann doch anders überlegt…

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