Sehr nett: Zara erhält einen Preis

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Schon länger arbeite ich nun mit der Antirassismus-Organisation Zara zusammen und ich muss sagen: Sie begeistern mich sehr in ihrem sachlichen und dennoch mutigen Zugang. Umso mehr freut es mich, dass sie mit dem diesjährigen Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte ausgezeichnet wurden. Sie haben es sich verdient!

Eine Zusammenfassung über die Preisverleihung gibt´s hier, und zu Zara geht´s hier.

Auserwähltes Volk und Herrenmenschen

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Vor nicht allzu langer Zeit war ich in eine Debatte involviert, die ihren Ausgangspunkt bei Verschwörungstheorien genommen hatte. Mein Gesprächspartner war ein gebildeter, sich selbst als aufgeklärt und liberal bezeichnender junger Mann. Auf einmal schockierte er mich mit einer Aussage: “Sie (die Juden) sind mir aber trotzdem irgendwie suspekt, weil sie sich als auserwähltes Volk sehen.”

Warum aber ist ihm das suspekt? Eben weil die Nazis in Deutschland jene waren, die sich zu einer Art auserwähltem Volk der Herrenmenschen erklärten und im Namen dieser Ideologie Millionen von Toten zu verantworten haben. Einer Religionsgemeinschaft aber, die in den vergangenen Jahrhunderten durchwegs verfolgt wurde und deren völlige Auslöschung durch die Nazis geplant worden war, mit einem verbrecherischen wie dem NS-Regime gleichzusetzen, ist schon ein starkes Stück.

Angesichts der Realitäten aber finde ich diese Aussage sehr charakteristisch dafür, wie Antisemitismus auch heute noch glaubt, Rechtfertigungen zu finden. Nun scheint sich mein Gesprächspartner dessen nicht bewusst gewesen zu sein, auf meine Antwort auf diese Aussage folgte betretenes Schweigen.

Über Antisemitismus gestern und heute, über Israelkritik und die schwierige Gratwanderung zwischen berechtiger Kritik an Israel und überzogenen bis antisemitischen Äußerungen zur Rolle Israels im Nahostkonflikt hatte ich denn erst kürzlich eine sehr spannende Diskussion mit Heribert Schiedel, dem Antisemitismus- und Rechtsextremismus-Forschers des Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Hier gibt´s eine Zusammenfassung des Zara-Talks.

Apfel beim Doktor, aber zum Glück hat er ne würdige Vertretung

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Leiderleider ist mein Comp immer noch ausgeknockt, inzwischen ist er beim Apfel-Doktor und ich hoffe sehr, dass ich ihn bald gesundet (und hoffentlich wird die Behandlung nicht zu teuer) wiederhaben werde…

Aber Dank meines Arbeitgebers habe ich einen würdigen Ersatz: Ein kleiner schnuckeliger Laptop, der mich schon nach Frankreich begleitet hat. Zwar bleibe ich Mac-Fan und hätt gern so einen, und natürlich noch viel lieber so einen:-) Na, man wird ja wohl mal träumen können, wie Campino im WM-Lied so nett sagte.

Es heißt also sparen, denn die Teile sind nun mal teuer. Aber wenn ich zurückdenke an meine Dosen-Zeiten, mit Viren, Trojanern, Firewalls und Antiviren-, Antitrojaner- und was weiß ich was für Programmen, so ist es mir die Investition seeehr, seeeehr wert. Nicht bös sein, süßer Laptop, Du bist auch großartig! So, Ende des Monologs über Computer, es gibt einiges nachzuholen ;-)

Mein lieber Comp macht keinen Mucks

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Seit gestern reagiert mein lieber Comp auf nichts mehr, es ist als würde nicht der kleinste Funken Elektrizität durch ihn durch fließen. Jetzt zittere ich, dass nur was kleines kaputt ist und nicht irgendwelche Daten oder, was noch vieeel schlimmer wäre, Fotos verloren gegangen sind!!!

So ein Mist aber auch!

Tolle Bilder

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Schön, wie das Internet einen in andere Länder und auf andere Seiten führen kann. Heute verschlug es mich von Österreich über Deutschland nach Frankreich, danke an Charming Quark für diese Entdeckung:

Michel Rajkovic, ein französischer Fotograf, der wirklich wunderbare Fotos macht:

Auch seine Farbbilder sind sehr fein:

Ich wünsche ihm alles Gute bei seiner weiteren Arbeit, denn wie er mir erzählt hat, ist er “nur” halb-professioneller Fotograf und dabei, die Fotografie zu seinem Hauptjob zu machen. Das Zeug dazu hat er in jedem Fall :-) .

Bon courage nach Frankreich.

Toulouse, place de Clichy und Vincent Cassel

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…jetzt ist es fast vollbracht, von meiner Frankreich-Reise ist “nur noch” der Tag des zweiten Wahlgangs offen. Da ich da ohnehin im Dauereinsatz für die Arbeit war, am besten nachzulesen in “Le Blog”. Die neuesten Einträge von der Zeit davor gibt´s hier, hier und hier.


Sonne untergegangen

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Georg Danzer ist gestorben und ich sitz grad zu Hause rum und hör mir die einzige CD an, die ich von ihm besitze. Leider war ich ja eine Spätzünderin, was österreichische Musik betrifft. Erst lang nach der Matura habe ich davon mehr entdeckt, vor allem als ich zu meinem ersten längeren Aufenthalt in Frankreich war. Bei so einem Auslandsaufenthalt, dachte ich mir, ist es vielleicht hin und wieder ganz nett, so einen Gruß aus Wien zu haben.

Damals habe ich mir auch diese CD gekauft, Greatest Hits versteht sich, denn was kannte ich damals schon von ihm außer das eine oder andere Lied, das FreundInnen auf der Gitarre zupften oder bei einem Festl auflegten. Und so waren es dann Lieder wie “Hupf in Gatsch” oder “Jö schau!”, die mich an die liebenswerten Seiten von Wien denken ließen, oder Lieder wie “Lass mi amoi no d´Sun aufgeh segn”, das mich in so mancher trauriger und wehmütiger Stunde begleitet hat. Jetzt ist die Sonne für ihn das letzte Mal untergegangen und auch wenn ich kein treuer Fan war, so bin ich doch ein bisschen wehmütig…

Juchu, noch zwei Fotos gefunden

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Ha, ich freu mich, grad eben hab ich doch glatt noch zwei Bilder aus Frankreich gefunden, leider fehlt mir immer noch das, was ich von der Sophie vor ihrem Haus geschossen habe, aber immerhin sind es zwei Fotos aus der “France profonde”. Schließlich war ich nicht nur in Paris ;-) .

Privat-politische Spiele

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Schon bisher scheute sich die frühere sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal nicht davor, ihr Privatleben für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Wurde sie dann allerdings auf ihr unangenehmen Seiten angesprochen, berief sie sich auf den Schutz der Privatsphäre.

Wie verlogen dies zum Teil war, zeigte sich am Sonntagabend, als sie die mediale Aufmerksamkeit des Wahlabends nutzte und die Trennung von ihrem Lebensgefährten und Parteichef Francois Holland bekannt gab. Noch während des Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahl hingegen hatte sie heftig dementiert, dass bei den beiden der Haussegen schief hing. Ja, sie hatte sogar angedeutet, dass die beiden heiraten könnten.

Nun will sie das alles nur zum Schutz der Kinder behauptet haben. Nur warum ist dieser Schutz der Kinder am Wahlabend der Parlamentswahl nicht mehr nötig? Ganz einfach, er musste Royals Interessen weichen, damit sie Hollande, der einen Achtungserfolg der Sozialistischen Partei feiern könnte und damit innerparteilich nicht mehr ganz so schwach da stand, die Show stehlen konnte.

Nicht immer war ihre Inszenierung problematisch, zum Beispiel als sie als Ministerin hochschwanger im Parlament auftrat. Die gleiche Debatte, ob denn eine Schwangere auch in der Politik bleiben könne (Stichwort Rabenmutter), hatten wir in Österreich mit Ex-Justizministerin Karin Miklautsch und der Grünen Nationalratsabgeordneten Eva Glawischnig auch (allerdings um Jahrzehnte später). Die peinlich inszenierte Besuch des Fernsehens bei der Familie Royal-Hollande, zu sehen in “Sarko et Ségo sont dans un bateau” war dann schon hart an der Grenze, auch wenn sie damit eine gleichberechtigte PartnerInnenschaft illustrieren wollte.

Die Privastsphäre von PolitikerInnen bedarf meiner Meinung nach unbedingt eines besonderen Schutzes. Medien, die trotzdem aufdringlich nachbohren und spekulieren, sind ebenso unangenehm wie eben PolitikerInnen, die sich damit spielen. Nichts desto trotz bin ich mir sicher, dass eine Royal, die als Single in den Wahlkampf gegangen wäre, erhebliche Probleme gehabt hätte. Genauso ging es aber auch ihrem Konkurrenten Nicolas Sarkozy, bei dem es während des Wahlkampfs immer hieß, dass Cécilia Sarkozy bereits nicht mehr bei ihm lebe und man nur noch den Schein aufrecht erhalten habe, die beiden seien noch zusammen. Denn ein Präsident ohne first lady? Das geht nun mindestens so wenig wie ein first husband…

Dass es als Problem gesehen wird, hat einerseits mit überholten Vorstellungen von idealen PartnerInnenschaften zu tun. Denn warum sollten diese bei PolitikerInnen nicht genauso vielfältig sein wie bei dem Durchschnitt der Bevölkerung? Andererseits hat es mit überholten Vorstellungen von Politik zu tun, nach denen ein Mann oder eben eine Frau alles entscheidet. Zum Glück ist das in einer Demokratie nicht so, insofern sind diese Debatten so oder so einfach nur mühsam.

Keine blaue Welle

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Nun ist es also doch noch anders gekommen, als es die Umfragen vorhergesagt haben: Die Sarkozy-Partei UMP hat nicht so haushoch gewonnen, die Sozialistische Partei hat einen Achtungserfolg erzielt. Finde das sehr gut, denn Sarkozy wäre ansonsten der mächtigste Präsident seit langem gewesen.

Nun hat Frankreich ohnehin schon ein ziemlich schwaches Parlament, Sarkozy ist also ohnehin durch seinen fulminanten Wahlerfolg ziemlich stark. Umso besser finde ich es daher, dass er bei der Parlamentswahl wenigstens einen kleinen Dämpfer bekommen hat. So ist die Opposition immerhin ein bisschen gestärkt – zumindest wenn die SozialistInnen sich nicht weiter in Selbstzerfleischung verlieren.

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