Angezuckert

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Zu Weihnachten selbst kam ich mir ja eher so vor, als wäre ich in einer Waschküche: Tiefer, dunkler Nebel hing im Tal und es schüttete wie aus Kübeln. Doch dann, am Abend des 25. Dezembers, schneite es dann. Zwar nicht viel, aber gerade genug, um die Landschaft schön anzuzuckern.

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Sommer, Sonne und Wasser

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Nur ein paar Wochen waren es, die ich vom Weißensee getrennt war ;-) , dieses Mal verbrachte ich ganze zwei Wochen dort. Und: Es war einfach herrlich! Das Wetter war supergenial, der See hatte für Mitte August unfassbare 25 Grad und ich konnte mich erholen, erholen, erholen.

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Von Freiwilligkeit keine Rede

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Über ein Jahr ist es her, dass tschetschenische Familien zur “freiwilligen” Ausreise aus Kärnten gezwungen wurden. Selbst der Unabhängige Verwaltungssenat in Kärnten fand nicht dabei, wie diese Abschiebung von statten ging. Der Verfassungsgerichtshof hat nun immerhin entschieden, dass die Umstände keineswegs dem Begriff einer “freiwilligen Ausreise” entsprechen.

Immerhin! Nun muss der UVS seine Verhandlung wiederholen. Ob dies aber bedeutet, dass sich Kärnten dem Rechtsstaat unterwirft? Wohl kaum, wenn man die Reaktion des Landeshauptmanns Gerhard Dörfler bedenkt, der der Justiz politische Motive unterstellt und natürlich seinen verstorbenen Vorgänger anruft. Wenn´s politisch passt, setzt man sich selbst mal schnell über den Rechtsstaat hinweg und konstruiert Verschwörungstheorien. Daran wird sich wohl weiterhin nichts ändern.

17,5 Grad: Brr, aber schön!

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Übers verlängerte Wochenende zu Fronleichnam ging´s mal wieder Richtung Kärnten. Schon zu Pfingsten wollte ich fahren, aber damals war der Wetterbericht denkbar schlecht. Dieses Mal hatte ich so richtig Glück: Außer am ersten Tag war der Himmel strahlend blau.

Mit einiger Überwindung wagte ich dann auch den Sprung in die Fluten, auch wenn zum ersten Mal nur kurz, denn der See hatte gerade mal 17,5 Grad. Aber bis Sonntag stieg die Temperatur auf 20 Grad an, so dass ich nur schweren Herzens wieder Richtung Wien fuhr.

Schnee, Schnee und nochmal Schnee

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…ach ja, und die Sonne nicht zu vergessen, die sich in den vergangenen Tagen am Weißensee von ihrer schönsten Seite zeigte. Viel gibt´s dazu gar nicht zu sagen, außer dass ich schon lange nicht mehr so viel Schnee auf einem Haufen gesehen habe, schon lang nicht mehr Snowboarden war – und dass ich das alles unheimlich genossen habe ;-) .

Blick von der Brücke in Richtung Osttirol, im Hintergrund zu sehen: Links hinter den Bergen lugen die Lienzer Dolomiten hervor, in der Ferne sieht man das Defreggental, rechts die hohen Berge gehören zur Kreuzeck-Gruppe.

 Aufgenommen von der Skipiste aus, da verdunkelte der Nebel leider immer wieder die Sonne:

Aber das war nur einen Tag lang der Fall:

Aufgenommen von einem Steg aus in der Nähe unseres Hauses:

Urlaubspause

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Juchu, endlich: Ich fahre an den Weißensee. Bis bald!

Sonne, blauer Himmel und Spiegeleis

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Ach, wie schön war´s mal wieder am Weißensee! Zwar gab es kaum Schnee, dafür aber war es so kalt, dass der See bereits zu Weihnachten schön zugefroren ist. Allerdings war da ein bisschen verkehrte Welt. Dass der See “oberhalb der Brücke” (von unserem Haus aus gesehen, versteht sich ;-) ), also am Westufer, um diese Zeit zugefroren ist, ist eigentlich normal. Als nächstes friert dann meistens das Ostende zu, vom Ortsee weg bis zum Ronacherfels, dann die Seite gegenüber von unserem Haus, die “Schåttseitn” (auf der Karte ist der Osten oben und der Westen unten…)

Dieses Jahr aber war es anders: Während beim Ronacherfels noch offenes Wasser war, war der See am 25.12. bei uns schon zugefroren. Zwar war er bei unserem Steg noch nicht so stark, dass man drauf gehen hätte können. Aber dass der See um diese Zeit bei uns schon fast ganz zugefroren ist, das habe ich das schon sehr, sehr lang nicht mehr erlebt.

Blick in Richtung Drautal:

“Unterhalb der Brücke”, Blick in Richtung Ortsee:

Hinter den blöden Bäumen versteckt liegt unser Haus:

Auf dem Eis in der Schåttseitn:

Da noch kein Schnee auf dem Eis lag, war es Spiegeleis, unterbrochen durch ein paar Strukturen am See…

…und bedeckt mit Raureif. Darauf aber schöne Eisblumen:

Humanitäre Lösung für Taferln?

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Es ist schwer, etwas zum Thema Ortstafeln zu sagen. Schwer, weil das ganze Thema ohnehin nur noch nervig ist und es unfassbar ist, dass der Kärntner Landeshäuptling so lange darauf rumreiten kann. Schwer auch, weil die Aufregung wegen ein paar zweisprachigen Ortstafeln ohnehin schon absurd genug war, Jörg Haider es aber noch schaffte, immer noch eins draufzusetzen.

Eine weitere Steigerung hat er heute geschafft, als er das Schicksal einer Familie, das abgeschoben zu werden droht, mit der Befindlichkeit von durch Taferln traumatisierten KärntnerInnen verglich. Mit dieser Aussage aber hat Haider den Bogen eindeutig überspannt. Warum bloß scheint das niemanden mehr zu kratzen?

Flowerpower ohne Ende

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Omas und Mutters Blumenmeer sind eine nahezu unerschöpfliche Freude für mich, die sich selbst auch im Gärtnern übt. Begonnen hatte die Leidenschaft schon, als ich noch eine kleines Kind war, wie meine Oma immer wieder leidend erzählt: Einmal soll ich, kaum am Weißensee angekommen, direkt in die Garage gerannt sein, mir das “Kratzl” (Gartenkralle heißt das glaubich auf Deutsch) geschnappt haben und in Richtung Garten verschwunden sein.

Zu ihrem Entsetzen stellte sie wenig später fest, dass ich ihren frisch gemachten Garten von vorne bis hinten umgegraben hatte, meine Opfer: Salat, Bohnen, Kohlrabi und co. Heute arbeite ich nach wie vor mit Leidenschaft im Garten, und zur großen Freude meiner Oma mache ich dabei auch nix mehr kaputt – zumindest nicht absichtlich ;-) .

Hier ein paar Exemplare aus dem Garten:



Und auch die Wiese hat immer was zu bieten:

Kater am See

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Für den Nino war die Zeit am Weißensee natürlich geradezu paradiesisch: Jeden Tag konnte er nach Herzenslust in Garten und Wald rumtollen, Schmetterlingen, Grashüpfern oder gar Vögeln nachjagen und wenn er denn mal zu Hause war, kriegte er von der ganzen Familie seine Streicheleinheiten ab.

Und natürlich bietet auch die Wohnung nicht enden wollende Entdeckungsmöglichkeiten, zum Beispiel den Kleiderkasten: Kleider reingeräumt, auch Katze verstaut, Tür zu – oder?

Blöd bloß, dass es da in der Nachbarschaft so viele Katzen gibt. So kam es dann, wie es kommen musste: Eines Tages war von Nino weit und breit nichts zu sehen. Normalerweise kommt er in der Früh maunzend auf meine Mutter zu, die am Weißensee fürs Futter zuständig war, weil sie früher aufsteht. Nix da, Nino hatte sich wo verzogen. Auf der Galerie fand ich ihn dann, eingerollt und irgendwie komisch. Als er dann aufstand, war klar, was los war: Kater humpelte, er hatte sich was an seinem Hinterlauf zugezogen.

So lernte ich denn auch den ortsansässigen Tierarzt kennen. Oma meinte zwar: “Oba wos, des weat scho wieda.” Gut, da sieht man mal wieder, dass sie von nem Bauernhof kommt, klar dass man da nicht wegen jeder Verletzung einer Katze den Tierarzt ruft. Aber dass Kater leidet, das muss ja nu auch nicht sein.

Es war leider eher eine Tortur, denn erstens mussten wir Nino in seinen Käfig bekommen, zweitens ist der Tierarzt in Greifenburg, sprich wir mussten dort erst mal hinfahren. Ein netter Kerl, der Nino gleich mit Spritzen versorgte. Seine Erklärung: Seine Verletzung muss sich Nino bei nem Kampf mit einer anderen Katze zugezogen haben, denn die beißen sich anscheinend gern in die Füße…

Nach der Rückkehr hat Nino erst einmal geschlafen. Kaum ausgeschlafen, war er schon wieder zu Abenteuern bereit ;-) . Über Nacht aber musste er vorerst zu Hause bleiben – er trug´s mit Fassung, meine Mutter weniger, denn wenn Katze nicht rauskann, ja dann will sie spielen, spielen, spielen. Aber ich glaube, insgeheim hat sie es schon sehr genossen…

Die Rückreise war ein wenig schwierig, denn er maunzte recht viel. Verständlich, denn nach zwei Wochen Freiheit wieder in so nem kleinen Käfig zu sein, das ist schon nervig. Kaum in der Wohnung in Wien angekommen, war alles wieder gut. Faszinierend, wie schnell er sich da umstellen kann. Mir fällt das schwerer, denn irgendwie bin ich immer noch nostalgisch, wenn ich an den Urlaub denk.

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