Camargue: Das Vogelparadies

Veröffentlicht am 26. August 2015 | Kein Kommentar

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Camargue: Roma-Heilige mit Strandgenuss

Veröffentlicht am 26. August 2015 | Kein Kommentar

“Les Saintes”: So wird dieser Ort am Südzipfel der Camargue gemeinhin genannt. Ausgeschrieben heißt der Ort “Les Saintes Maries de la mer”, also “Die heiligen Marien des Meeres”. Bekannter als die beiden Marien ist allerdings die schwarze Sara, zu der jeden Mai Roma pilgern. Das Kirchlein ist sehr hübsch, der Ort eindeutig zu touristisch, hinfahren sollte man aber jedenfalls – nicht zuletzt wegen der weiten, schönen Strände. Nun war ich noch vor der Hauptsaison dort unterwegs, also vor dem 15. Juli, und noch dazu am späten Nachmittag – von daher hatte ich das Privileg, ein Stückchen des Strandes für mich allein zu haben. Einfach herrlich!
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Die Heilige Sara: sai13 sai17 sai16 sai15Die beiden Marien: Maria Salome und Maria Keophas.sai14Der wunderschöne Strand:

sai5 sai10 sai3 sai4 sai2 sai1sai7sai8 sai9 Ich war da mit dem Fahrrad unterwegs, was durchaus anstrengend, weil heiß war. Der öffentliche Bus kostet im übrigen nur einen Euro und ist von daher ein wirklich attraktives Fortbewegungsmittel. Sollte ich allerdings zu dieser Jahreszeit wieder in die Camargue fahren, würde ich mir ein Auto mieten, denn viele wunderbare Orte konnte ich nur Dank meiner Gastgeberin besichtigen. Eine mindestens so attraktive Alternative wäre, im Frühling hinzufahren, denn dann muss es ein reiner Genuss sein, mit dem Rad durch die Gegend zu kurven. sai12 sai11

Warten auf Barmherzigkeit?

Veröffentlicht am 22. August 2015 | 4 Kommentare

Die Aufregung ist groß: Wien will alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aufnehmen – allein, die Jugendlichen sind nicht aufzufinden. Klares Versagen mal wieder. Oder?

Ich kann die Aufregung nur zum Teil verstehen. Der eine Teil in mir sagt ganz klar: Es ist völlig inakzeptabel, wenn Minderjährige nicht (gut) betreut werden. Nur wie die Asylkoordination richtig festhielt: “Flüchtlinge liegen nicht in Ketten.” Ich ergänze: Zum Glück noch (!) nicht, denn manche scheinen sich ähnliches zu wünschen. Und wen kann es angesichts der Unzustände in der österreichischen/europäischen Unversorgung von Flüchtlingen wirklich überraschen, wenn sie jede Chance nützen, um näher dorthin zu kommen, wo sie eigentlich hin wollen – und auch wenn es manchen weh tun mag: das ist nicht Österreich.

Was ich nun schreibe, ist weniger zynisch gemeint, als es vermutlich klingt – es ist vielmehr eine Analyse der zynischen Politik der Festung Europa: es würde mich nicht wundern, wenn man die Jugendlichen in Calais antreffen würde.

Ich finde das alles inakzeptabel, unmenschlich und schlichtweg zum Schämen. Nur mal ehrlich: wen wundert es ernsthaft, wenn gerade Jugendliche, die es allein bis Ö geschafft und auf dem Weg hierher Unvorstellbares hinter sich gebracht haben, nicht im Dreck des Traiskirchner Lagers abwarten wollen, bis sich ihrer vielleicht jemand erbarmt? Ich verstehe das im übrigen auch bei älteren Semestern, nur dass diese vermutlich nicht ganz so mobil sind, sei es gesundheitlich, sei es weil sie die Flucht mit ihrer Familie angetreten haben.

Woran leidet niemand denkt, ist die Wurzel des Problems: es hat einfach zu lange gedauert, bis man ins Handeln kam, und auch das Handeln geschieht – mit Verlaub – viel zu lahmarschig. In vielen Gegenden ist zumindest bei Nacht vom Sommer kaum noch etwas zu spüren, vielmehr scheinen sich herbstliche Temperaturen durchzusetzen. Und doch setzt man weiter auf Zelte statt die vielen Angebote an Unterkünften in Anspruch zu nehmen:

Kurzum: Das Problem ist das System. So lange dieses unangetastet bleibt, werden nicht nur Kinder und Jugendliche verschwinden. Und ich muss sagen: Recht haben sie!

Die Strandrundung mit Stadt

Veröffentlicht am 12. August 2015 | Kein Kommentar

“Les Sables sind eigentlich schon sehr schön, halt hinter der Strandpromenade”, meinte eine Freundin. Zuvor hatten mir alle dringend davon abgeraten, in diesen beliebten Ausflugsort an der Vendée-Küste zu fahren: Zu viel Beton an der Promenade, zu viel Menschen. Ich bin froh, dass ich mich nicht beirren habe lassen.

Die Strandpromenade der Sables d´Olonne, wie die Stadt ausgeschrieben heißt, leidet natürlich unter den hohen Häusern, die da hochgezogen wurden. Die Promenade selbst aber wurde anscheinend erst kürzlich umgebaut und gibt nun den FußgängerInnen und RadfahrerInnen den Vorrang, was sehr sympathisch ist. Unterhalb der Promenade sind jede Menge Lokale im Schatten, in denen man diese wunderschöne Strandkurve wirken lassen kann. Hinter den riesigen Häusern wiederum verbirgt sich eine wirklich hübsche Altstadt, in der man ebenfalls nett spazieren gehen kann.

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Jedenfalls einen Besuch wert ist La Chaume, sozusagen die Zwillingsstadt von Les Sables. Zumindest an der Hafenseite kommt man nur mit einem kleinen Schifferl auf die andere Seite. Das Fischerdorf ist so etwas die “hässliche Schwester”, wobei das Adjektiv völlig falsch ist, denn es ist ein wirklich hübsches Städtchen.

sab9a sab9b sab9c sab9d sab9e sab9f sab9g sab9h sab9i sab9jHier noch einmal der Blick in Richtung La Chaume von Les Sables aus mit einem anderen Schinackl, mit dem man auf die andere Seite gelangen kann.

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Am Rückweg hab ich noch einen Strand mitgenommen, allerdings müsste ich lügen, würde ich behaupten, dass ich noch wüsste, wo das war. In der Gegend rund um Jard sur Mer, Longeville und La Faute gibt es einige solcher wunderschönen und – zumindest zu dieser Zeit – einsamen Strände.

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In der wunderschönen Einsamkeit des Westens

Veröffentlicht am 3. August 2015 | Kein Kommentar

Ob das wohl die richtige Entscheidung war, erst in den Westen und dann, wenn es so richtig heiß wird, in den Süden zu fahren? Eindeutig ja, denn als ich bei meinen FreundInnen am Lande weilte, standen die Zeichen auf “canicule”, also Hitzewelle – und im Süden wäre es auch nicht kühler gewesen… Und so ein kühles Bad im Atlantik ist eindeutig herrlich – die Gegend ebenfalls, ganz zu schweigen von den netten Menschen. Unter anderem habe ich von zwei Fischern eine Auster geschenkt bekommen, die ich gleich am Strand geschlürft habe. Ach ja, und ich habe endlich verstanden, woher die alten Darstellungen der Medusa kommen – oder warum Quallen Medusa heißen.

Pointe de l´Aiguillon:

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Pointe d´Arcay:

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Die 30er-Lüge

Veröffentlicht am 29. Juli 2015 | Kein Kommentar

Im Grunde wäre es ja nicht so wahnsinnig schwer, AutofahrerInnen dazu zu bringen, sich an den 30er zu halten. Rezepte dafür gibt es genug, gerade erst habe ich in Frankreich eines wirklich altes, aber umso effektiveres mit dem Namen “Schwelle” erlebt. Umso weniger verstehe ich, was sich seit der Einführung der 30er-Zone in der Neustift- und Burggasse abspielt: Wer versucht, sich daran zu halten, wird von den anderen angehupt und bedrängt. Taxis rasen die Busspur entlang und sind für FußgängerInnen eine echte Lebensgefahr.

Da ich selbst auch immer wieder Autofahrerin bin, weiß ich: Es ist in der Tat eine Herausforderung, in einer breiten Ausfallsstraße wie der Neustiftgasse mit einem 30er herumzuschleichen. Nur wen kratzt´s?

Selbst schuld?

Wie man AutofahrerInnen zur Einhaltung dieser Geschwindigkeitsbegrenzung bringen kann, kann man aktuell sogar in der Neustiftgasse selbst beobachten: aufgrund einer Baustelle ist die Straße dort auf einen Fahrstreifen verengt. Und siehe da: Auf einmal fahren sie alle ganz, ganz vorsichtig.

Eine andere einfache Möglichkeit sind bereits erwähnte Schwellen. Denn wer seine Achse mag, bremst automatisch ab. Aber die sind ja laut Wiener Linien ganz unmöglich, der Bus und so. Dem würde ich gerne Frankreich entgegenhalten, wo man auch durch ganz kleine Schwellen dazu “motiviert” wird, abzubremsen.

Nun gut, sei’s drum. Was mir aber ein absolutes Rätsel ist: warum wird dann immer noch nicht auf ein anderes Rezept zurückgegriffen: In regelmäßigen Abständen Radare aufbauen, so dass blecht, wer rast. Meiner Ansicht nach hat im übrigen in in einer Stadt nichts verloren, wer rasen will – und wer will, findet genug Spielplätze, um sich auszutoben, ohne andere dabei zu gefährden. 

Unterm Strich ist mir völlig unverständlich, warum von keiner dieser Maßnahmen Gebrauch gemacht wird – noch dazu in einer rot-grünen Stadt und einem grünen Bezirk. Vor allem aber halte ich es für verkehrspolitisch gefährlich, wenn weitere Generationen von autofahrenden Menschen dazu erzogen werden, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen eh nur zum Ignorieren da sind.

Die Abschaffung der 30er-Beschränkung wäre vor allem den FußgängerInnen gegenüber ehrlicher. Dann würden sie weiterhin dazu erzogen werden, immer und überall Gefahren zu sehen. Denn das eine ist, dass offiziell immer wieder erklärt wird, dass FußgängerInnen und RadfahrerInnen mehr Raum gegeben wird – das andere ist die Realität und da bleibt all das nur eine Absichtserklärung. Leider!

First stop à l´Ouest: La Rochelle

Veröffentlicht am 28. Juli 2015 | Kein Kommentar

Von Dijon im Osten fuhr ich über Paris gen Westen, wo ich wieder einmal meine FreundInnen in der Vendée besuchte. Von dort aus hat man es nicht weit ans Meer – etwa nach La Rochelle, wohin mich einer meiner ersten Ausflüge führte. Auf dem Weg dorthin erinnerte mich: Während meines Erasmus-Aufenthalts hatte ich mich mit zwei FreundInnen im Frühling auf den Weg in Richtung Süden gemacht – auf der Suche nach einem warmen Ort. Als der Zug in La Rochelle hielt, war uns das Wetter aber noch nicht gut, weshalb wir sitzen blieben und weiter gen Bordeaux zuckelten. Auf dem Rückweg stiegen wir dann in La Rochelle aus und besuchten die Stadt, inklusive Ausflug auf die Ile de Ré.

Doch obwohl mir das alles auf dem Weg nach La Rochelle wieder einfiel: Als ich durch die Stadt spazierte, war es für mich, als würde ich La Rochelle zum ersten Mal besichtigen. Schön eigentlich, denn so konnte ich diese wunderschöne Stadt neu entdecken. Wer auch immer an der Atlantikküste Frankreichs Urlaub macht, sollte sich La Rochelle nicht entgehen lassen!

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